Mehr Gesichter sehen - Test erfolgreich

March 11, 2017

 

Die 1:1-Pflege hat viele Vorteile: Mehr Zeit für Qualität in der Pflege und volle Konzentration sind wohl die beiden Größten. Einen wesentlichen Nachteil sehen wir darin, dass sich unsere Kollegen in diesem Setting verhältnismäßig wenig sehen und Teambildung eine große Herausforderung ist. Wir gehen einen neuen Schritt, um diesen Nachteil etwas auszugleichen.

 

Unsere Kolleginnen beginnen ihre Schicht nicht bei uns in einem Haus, sondern im Zuhause unserer Patienten. Dabei sind sie in der Regel aus Sicht unserer Firma alleine. Ihre Kollegen sehen sie kurz bei der Ablöse - in einigen Pflegediensten auch in monatlichen Teambesprechungen. Aber an der Besprechung können mindestens zwei Personen nicht teilnehmen: die diensthabende Fachkraft und die Fachkraft, die sich in der Ruhezeit nach dem Dienst befindet. Wir wollen unser Versprechen umsetzen und gehen einen ersten Schritt. Wir nutzen in Kürze Videokonferenzen in großem Umfang. Den ersten Test haben wir heute erfolgreich durchgeführt. Und es gibt noch Anpassungsbedarf.

 

In naher Zukunft können sich unsere Vitalisten, die sich im Dienst befinden, mit einem Knopfdruck mit ihren Kollegen per Videocall austauschen, die bei einem anderen Patienten im Dienst sind. Innerhalb des Teams können so auf kurzem Weg sympathisch Infos ausgetauscht, Rückfragen geklärt oder sogar Dienste gewechselt werden. Und wir gehen weiter: Die regelmäßigen Dienstbesprechungen werden ebenfalls per Videocall in die Versorgungen übertragen, sodass wir unsere diensthabenden Vitalisten direkt mit einbinden können. Selbstverständlich bleiben wir bei der Prämisse: Versorgung geht vor! Aber viele freie Zeiten können wir so sinnvoll durch eine direkte Anbindung nutzen.

 

Voraussetzungen dafür sind unsere konsequente Nutzung einer stabilen Highspeed-Internetverbindung und der Einsatz von "Convertibles", kleinen multifunktionalen Tablet-Rechnern. Einen Haken haben wir im Test gefunden: Wir brauchen Kopfhörer mit Mikrofon. Ein kleines Problemchen, dass wir im Handumdrehen lösen werden.

 

Zum Hintergrund:

Die Versorgung in der Häuslichkeit der Patienten stellt uns als Pflegedienst vor Herausforderungen, die nicht alltäglich sind. Für unsere Vitalisten ist "die Firma" nicht greifbar. Ihr Einsatzort ist ganz woanders. Häufig sind Mitarbeitende in anderen Unternehmen weitestgehend auf sich alleine gestellt. Sinnvolle Überprüfungen, ob die Versorgung nach unseren Qualitätsstandards erfolgt und unsere Patienten, samt ihren Angehörigen zufrieden sind, fehlen in dieser Branche nicht selten komplett. Auch die Mitarbeitenden selbst stehen manchesmal "alleine im Wald". Probleme mit der Versorgung, oder unter den Kollegen werden wegen Entfernung zur "Firma" zu häufig nicht erkannt oder nicht richtig gegriffen. Von Teambildung kann in diesem Setting keine Rede sein.

 

Die VIP geht auf mehreren Ebenen neue Wege um eine optimale Versorgung und eine maximal mögliche Arbeitsplatzzufriedenheit umzusetzen. Es beginnt mit unseren Menschen: Die Teamleitungen sind nicht nur vor Ort, sie arbeiten zu 50 % bewusst aktiv in der Pflege mit. Wir wollen in dieser wichtigen Position keine "Büroleitungen in Irgendwo", sondern verlässliche Ansprechpartner für Patienten, Angehörige und Mitarbeitende. Dadurch erfüllen wir unsere Mission und Vision entscheidend mit. Wir sind da, wo gearbeitet wird!

 

Ein weiterer, wichtiger Baustein, ist die Technik. Wir wollen alles nutzen, was wirtschaftlich vertretbar ist, damit sich "unsere Gesichter" sehen, kennen und erfahren können. Wir setzen nicht auf Technik, sondern auf Menschen. Und unsere Technik soll alles unterstützen, was dem Wohle unserer "VIPs" dient.

 

Neben internen Apps im Punkt "VIA" und der Videotelefonie sind das auch ein Dienstplan, der selbstbestimmte Dienste fördert und ermöglicht, Videocalls, eine Online-Akademie und unsere Online-Dokumentation. Kollegen und Führungskräfte können von vielen Orten aus gesichert nach dem Rechten sehen. 

 

Selbstverständlich ist für uns die persönliche Begegnung nicht ersetzbar. Viele Fortbildungen und Dienstbesprechungen werden ganz klassisch face-to-face durchgeführt. Aber unsere Errungenschaften helfen uns dabei, bisherige tote Zeiten mit Sinn zu füllen und unseren Vitalisten noch mehr zu bieten.

 

Wir freuen uns mit ihnen gemeinsam darauf!

 

 

 

 

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